Montag, 22. Dezember 2008

01 – 07|12 Es geht in den Endspurt

Die Vorlesungsdichte nimmt zum Glück seicht ab, sodass wenigstens Zeit bleibt sich auf die wichtigen Dinge des Studentendaseins vorzubereiten - die Prüfungen! Die Woche steht noch ein Mal im Namen des Controllings und ich sehne mir dringlich das Ende herbei! Am Dienstag basteln wir fleißig an unserer Präsentation, die nur so vor Graphiken und Tabellen strotzt. Da meine lieben Kollegen keinen Fabel für Power Point haben, setzte ich mich am Abend dran die Formatierung zu vollenden.


Mittwoch: mir dreht sich der Magen und auch dreimaliges Wiederholen hat mir kaum mehr Sicherheit verschafft. Also Augen zu durch... Da wir alle den gleichen Fall bearbeitet haben, sind alle 6 Gruppen unheimlich scharf drauf, als erste zu präsentieren. Also werden Lose angefertigt. Ich ziehe: die 1! Insgeheim find ich das aber gar nicht so toll, denn ich hätte auch gern noch mal kurz durchgeatmet. Aber es läuft... Unsere 44 Folien strapazieren zwar dann doch die Geduld der Zuhörer, aber der Prof scheint im Ganzen recht zufrieden zu sein. Die Hänger bei 7-stelligen Zahlen verzeiht er mir auch großzügig... Zu meinem Glück.

Um gefühlte 10 Kilo auf dem Herzen leichter schwebe ich nach Hause, nachdem wir noch 2 Stunden an der Präsentation für die Folgewoche gearbeitet haben. Fortgesetzt wird unsere Gruppenarbeit am Freitag nach der letzten Vorlesung in diesem Semester. Wir machen es uns im Informatik-Raum gemütlich.


Ich will nebenbei ein paar Folien der letzten Vorlesungen ausdrucken und geh siegessicher zum Drucker. Dort hantiert eine Kollegin mit Blättern rum und schafft es scheinbar nicht den Drucker zum Laufen zu bringen. Voll optimistisch leg ich mein Papier ein, nachdem sie aus dem Zimmer verschwindet. Aber auch ich habe kein Glück und lass es nach einigen Versuchen sein. Währenddessen ist Madame „Ich-weiß-ja-wie-es-geht“ zurück und macht sich erneut am Drucker zu schaffen. Als er dann wie durch ein Wunder dann doch beginnt zu drucken, schallt es durch den Raum :“Ey, la polonaise!“ Wie? Ich?! „Oui, tu n’as pas arreté ton imprimé?????“. Äh, nein, ich konnte meinen Druckauftrag nicht anhalten. Das versteht sie aber nicht und schiebt fleißig ihre Blätter in den Drucker, bis sie begreift ihn anhalten zu müssen. Zum Schluss kommt sie noch angestapft und verlangt 5 Blätter: „5 feuilles, j’ai besoin 5 feuilles, car tes imprimés ont imprimé toutes mes feuilles!“ Okay, kannst gerne 5 Blätter haben, wenn dich das glücklich macht. Anscheinend ist sie Studenten, der französischen Sprache nicht im gleichen Maße mächtig, nicht besonders gesonnen. Dass sie Maroccanerin ist steht noch dazu auf einem anderen Blatt.


Freitagabend gönn ich mir ein Kontrastprogramm und geh trotz Angeschlagenheit zum

Badminton. Danach veranstaltet Christin bei sich ein Trash-Wichteln. Zusammen mit den Italienern, Engländern, den deutschen und holländischen Mädels und meiner Nachbarin feiern wir den Soirée de Saint-Nicolas. Jeder bringt sein Geschenk ein und nach dem was der Würfel sagt, werden die Geschenke rechtsum, linksum ausgetauscht oder der Platz gewechselt, während das Geschenk liegen bleibt. Beim Entpacken nach gut 1 Stunde Würfelspiel und der ein oder anderen halb aufgerissen Verpackung kommen gar lustige Dinge zum Vorschein: Playmobil, ein roter Glitzer-Vogel-Haarschmuck, Furzkissen, rosa Ohrenschützer und das Highlight – Plastikpistolen à la „wilder-westen-im-Kinderzimmer“. Danach geht es zu den Schotten, wo wir den Abend angemessen mit Champagner (frz. für jede Sorte Sekt) ausklingen lassen.


Das war’s dann aber schon auch bezüglich Wochenend-Vergnügen. Denn die kommenden Prüfungen wollen auch vorbereitet sein..

Keine Kommentare: