Donnerstag, 25. September 2008

15 bis 21|09 Schluss mit lustig!

Am Montag werde ich zwischen 9.00 und 16.00 Uhr mit Informationen vollgestopft, sodass ich danach kaum noch meinen Namen buchstabieren kann. Die Flut an französischen Begriffen hat mich gerade zu betäubt... Macht aber nichts, denn am Dienstag wird dieser Zustand noch mal vertrieft. Ich habe Glück und man sieht mir meine Hilflosigkeit förmlich an. Mit zehn Fragezeichen im Gesicht stehe ich vor dem Stundenplanaushang und mir wird sogleich Hilfe angeboten. Ein Hoch auf die französischen Umgangsformen.


mein Kurs: MSG, Option Commerce international (CI)

Jedenfalls ist meine eigentlich „Klasse“ ca. 15 Mann stark. Da immer jemand fehlt, konnte ich bisher noch nicht die Absolutzahl ermitteln. Dafür gab es in quasi jeder Vorlesung kleine Vorstellungsrunden vor dem Prof, schriftlich oder mündlich. Mir wird auch gleich in der ersten Vorlesung – Controlling – jegliche Illusion genommen, dieses Semester würde mir irgendwas geschenkt. Vor dem Prof sind eben doch alle gleich, kein Erasmus-bonus. Und statt uns eine nette Vorlesung zu halten, lässt er uns arbeiten. Ich versteh nur chinesisch und kann kaum den Kontenrahmen entziffern. Tja Liquiditätsplan heißt leider in Französisch nicht Liquiditätsplan.

Zur Entschädigung fahren wir nachmittags ins IKEA. Unvorstellbar was ich da erleben muss: es gibt nicht wie in Deutschland den tollen Hot-Dog mit Zwiebeln und Gurke so viel man möchte!!! Es gibt schon einen, aber der hat bis auf die Wurst keine Ähnlichkeit mit dem mir bekannten.

Zurück zur Uni: Durchschnittlich 2 Vorlesungen habe ich am Tag. Klingt wenig? Wenn man bedenkt, dass ein Vorlesung meistens 4 Stunden dauert, in der man höchstens 15 Minuten Pause einschiebt, reicht das völlig, finde ich. Es reicht jedenfalls um an die 10 Stunden zum Freitag in der Uni zu verbringen. Danach brauch ich dringend die Bestätigung, dass nicht nur ich das Gefühl habe, unten von oben nicht mehr unterscheiden zu können.

Es gibt ein Erasmustreffen von ca. 25 Mann in einem 10qm Zimmer. Stefano, der Gastgeber, kocht für alle original italienische Pasta mit einer legendären Soße. Meine Stimmung bessert sich von Nudel zu Nudel...

Holland-Deutschland-Stammtisch

Der Samstagabend endet wie gewöhnlich in einer Bar im Stadtzentrum, wo man alle Getränke als viel zu teuer empfindet. Aber was soll’s. Schließlich hat keine(r) Lust einen blauen Brief gleich im ersten Monat zu kassieren. Denn ab 10 Uhr ist Nachtruhe auf dem Campus und es wird deutlich darauf hingewiesen, dass Partys auf dem Zimmer absolut verboten sind. Ein blauer Brief im Posteingang bedeutet schon die letzte Mahnung. Beim nächsten - hopp – neue Bleibe suchen! Das Wochenende klingt gemütlich bei einem Film - „Donny Darko“ – aus. Da die Brieten unsere Gastgeber sind, gucken wir auf Englisch. Macht ja nichts, wir haben sowieso alle schon Wort-gulasch im Kopf...

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